Initiative ZukunftMoor

Vor allem seit dem 20 Jahrhundert legen wir unter großem Aufwand und in großem Stil unser Moorland trocken. Trockene Moorböden emittieren auch Jahrzehnte nach ihrer Entwässerung kontinuierlich Jahr für Jahr CO2. Intakte Moore speichern dagegen den Kohlenstoff und haben das Potential, der Atmosphäre langfristig CO2 zu entziehen. Darüber hinaus haben sie noch weitere positive Umwelteffekte.

Heute findet 7% der Landwirtschaft in Deutschland auf trockengelegten Moorböden statt. Diese Böden stoßen enorme Mengen von CO2 aus; über 53 Mt CO2 pro Jahr, das sind fast 7% der gesamten Emissionen in Deutschland und über ein Drittel aller Treibhausgase aus Land- und Forstwirtschaft. Global emittieren entwässerte Moore ca. 2 Gt CO2 pro Jahr - mehr als doppelt soviel Emissionen wie der globale Flugverkehr.

ZukunftMoor hat das Ziel, durch Aufbau eines rentablen Modellbetriebs Landwirte zu begeistern, ihre momentan trockenen Moorflächen wieder nass zu machen. Auf der Moorfläche werden Rohstoffe wie Schilf (Reet), Nasswiesen-Gräser oder Torfmoose angebaut („Paludikultur“). Der Modellbetrieb wird als Startup realisiert, soll aber vor allem auch integraler Teil der Gemeinschaft der Landwirte vor Ort sein.

Das Projekt befindet sich in der ersten Phase der Machbarkeitsuntersuchung. Die Projektpartner sind: Florian Forstmann, Niko Waesche, Christian Wessel sowie Aljoscha Kaplan in enger Zusammenarbeit mit der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum. Mehr Informationen zur Paludikultur sind unter Infoplattform MoorWissen und Greifswald Moor Centrum Infomaterial zu finden.

Wir zerstören mit der Trockenlegung den wichtigsten natürlichen CO2-Speicher, den wir haben. Jetzt ist es Zeit, diese Entwicklung wieder rückgängig zu machen.

Kontaktiert uns gerne unter info@zukunftmoor.de. Weitere Informationen finden sich auf der LinkedIn-Seite von ZukunftMoor und bei Twitter.